Sonntag, Februar 12, 2006

obstgarten

Gut gesättigt und träge sitze ich am Küchentisch.
Kratz, kratz, krtz, krz…
Meine Oma versucht tatsächlich den letzten Rest aus der Ritze unten im Joghurtbecher rauszukratzen. Mit unglaublicher Sturheit, Konzentriertheit und peniblem Ordnungssinn bearbeitet sie die Ritze mit dem kleinen Teelöffel.
Ich versuche zu verstehen. Mit welchem Sinn außer dem der Ästhetik oder des Designmusses dieser Joghurtbecher kreiert wurde. Jenseits jedwedes praktischen Nutzens. Geht es nun um den Joghurt oder nicht?
Nein.
Heute geht es nicht mehr vorwiegend um Inhalt. Das Package steht im Vordergrund. (Wie das dann ausgelöffelt wird, welchen Marketingfutzi interessiert das? Und welchen DESIGNER?)
Wer von Euch kann mir die meisten unnützen Packaging-Versaunisse aufzählen, die zumeist EIN Gutes mit sich bringen: Tuppa kann nur dadurch sinnige Erfindungen wie den Ketchup-Löffel machen und tuppapartien?!

1 Comments:

At 10:49 AM, Anonymous Anonym said...

MP3 Player. Sind zwar superpraktisch und ich hab unterwegs auch meist Stöpsel in den Ohren, aber wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, ist es doch schon ziemlich traurig, das man die ganzen Geräusche aus der Umgebung nur noch so verklärt wahrnimmt, oder? Vielleicht möchte man ja nicht immer alles mitkriegen, was um einen herum passiert, aber wenn ich Menschen Kopfhörern und voll aufgedrehter Musik spazieren gehen sehe krieg ich schon manchmal das fragen. Gehe ich nicht raus, um nachzudenken, der Natur zu lauschen und mih zu entspannen. Klar Musik ist wichtig, aber Vögel können manchmal auch ganz tll zwitschern. Wär doch schade, wenn man dieses Geräusch bald nicht mehr kennen würde, weil es andauernd von Gitarren übertönt wird... und Musik kann ich dann immer noch zu Hause!

 

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