Samstag, September 17, 2005

... nur noch 15 min

15min sind eine der Zeitspannen, die problematisch sind. Es lohnt sich nicht, etwas anzufangen, nein. Du kannst irgendwie nichts mehr beenden. Du hast nicht die Möglichkeit, einfach zu warten: dazu sind 15min zu lang. Du kannst sie nicht verschnellern oder verplempern. Kann sein, du bist grad völlig involviert in etwas & beim Blick auf die letzte Viertelstunde Zeit werden ruckartig sämtliche Stresshormone in deinem Körper freigesetzt: Du atmest schneller & alles dreht sich mindestens 1min lang nur darum, dass du das Gefühl hast, nicht mehr zu schaffen, was du vorhattest. Vielleicht hast du zu spät angefangen. Vielleicht brauchst du mal wieder länger.
Souveränität zeigt sich, wenn du gechillt bleibst. Kreativität, wenn du dir was einfallen lässt, was alle Probleme oder die Langeweile in den Wind schießt. Ich hab inzwischen nur noch 10min und die letzten 5 … naja, ihr wisst schon ;-)

3 Comments:

At 7:00 PM, Anonymous Anonym said...

Fünf zehen, zehn Finger etwas aus fünfzehn Minuten zu machen. Besorge dir Socken, um es dir gemütlich zu machen, am besten noch ene Decke dazu –der Zehen wegen. Setz dich an ein Fenster, vergiss die Welt, denk nur an dich. Guck den Wolken beim ziehen zu, ebenso wie deinem Tee, der in der Restzeit nach den Besorgungen sine Zeit gefunden hat gemacht zu werden. Verbringe die zeit mit oder ohne Musik, doch verbinge sie in Ruhe. Was bringen fünfzehn minuen, wenn du erst 5 Minuten darüber nachdenken musst, was du in den ursprünglichen zehn machen sollen müsstest?. Du bemerkst später nur, dass es noch zehn sind, in denen du nun Proritäten festlegen musst, um sie effektiv zu nutzen. Wieder geht die zeit dahin.
So hättest du schonmal warme zehn Zehen, einen warmen Bauch und hast die Gelassenheit der ziehenden Wolken angenommen…

 
At 1:23 PM, Blogger Pathie said...

Nehmen wir nun an, ich werde zur Egomanin - nur für einen Moment. Welche Folgen hätten wir zu befürchten? Klingt erstmal haarmlos, fast romantisch: Ein "Schminken-tust-du-dich-nie-oder?"- Mädchen sitzt fenchelteetrinkend vor ihrem Fenster. Ihre Beine sind völlig unrasiert in eine abgeranzte Jogginghose gesteckt & auf die gesamte Tiefe des überfüllten Schreibtisches gestreckt. Ihre fast abgefrorenen Zehen stecken in selbstgestrickten Zehensocken und die Hände umklammern fröstelnd die ausgebleichte Fototasse. Dezent romantisch sinnt sie ihren Gedanken nach, während sie kneistend versucht hinter den Brillengläsern, der frischgeschrubbten Fensterscheibe und unzähligen den Blick versperrenden Blättern/Ästen der Birke vor ihrem Fenster eine watteweiße Masse namens Wolken am nahezu blauen Himmel auszumachen.
Ich frage mich nun ernsthaft, was diese Nymphomanin wohl denken könnte… Sehr wahrscheinlich wird sie eine gewisse Art von Gelassenheit annehmen, denn was bleibt schon, bei einer derart unspektakulären Grundatmosphäre? Aber welche Gedankengänge begeht sie? Wohin führen die langen Gänge bodenloser Phantasie nun dieses arme Mädchen? Welche Art von Gedankensprünge wird sie schaffen und wonach richtet sich ihr Fühlen? Kann sie tatsächlich 15min von hundert auf null voll auskosten? Ja, sie kann… ein nächstes Mal! Aber wird sie auch? Kann sein. Wir müssen sie verstehen: für Gelassenheit hat sie keine Zeit, schon gar nicht in Form ziehender Wolken… Außerdem ist sie schon längst zum Sechs-zehler mutiert.

 
At 11:41 AM, Anonymous Anonym said...

ich glaube ich bin verliebt.

du hast uebrigens wohl den schoensten weg gefunden 15min zu verplempern. glueckwunsch.

 

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